In dieser Gruppe kann eine gute Mannschaft mal schnell eine heftige Niederlage kassieren, besonders wenn diese Mannschaft die äusserst unbeständigen Argentinier sind, die von Diego Maradona geführt werden. Für den Trainer Argentiniens sieht die Gruppe zu sehr nach der Gruppe aus, die er in seiner letzten Weltmeisterschaft als Spieler 1994 begegnete und danach wegen positiven Drogentests in Ungnade verfiel. Man kann Südkorea mit Bulgarien auswechseln und es ergibt sich dasselbe Geflecht wie damals. Während Argentinien als die klaren Favoriten hervorgehen, obwohl sie ein tückisches Eröffnungsspiel mit Nigeria austragen, könnten jede der drei anderen Mannschaften sich ihnen anschliessen.
Die Favoriten
Argentinien
Ihr breites Kader an Talenten sowie ihre Vorgeschichte werden eher für einen sauberen Durchgang sorgen als das Chaos hinter den Kulissen. Im letzten Match, den sie gegen Uruguay gewinnen mussten, zeigten sie die Disziplin, die man von ihnen als argentinische Mannschaft erwartete. Dennoch kann man eine Mannschaft nicht einfach so abschreiben, die von einem Mann geführt wird, der die Weltmeisterschaft schon einmal gewonnen hat und talentierte Spielmacher wie Lionel Messi, Sergio Aguero, Carlos Tevez und Angel di Maria besitzt.
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Südkorea
Sie werden wahrscheinlich mit Argentinien zusammen weiterkommen, da sie das Gegenteil zu Maradonas Mannschaft darstellen: Diszipliniert, organisiert und durch einen langjährigen, erfahrenen Manager geführt, Südkorea hat die Qualifikation spielend überstanden und kein einziges Spiel verloren. Dies ist die siebte aufeinderfolgende WM-Teilnahme von Südkorea, was weder Griechenland noch Nigeria von sich behaupten können. Dennoch gelang ihnen lediglich im Heimspiel 2002 die Bewältigung der ersten Runde und ihr Trainer Huh Jong-Moo ist nicht Guus Hiddink, der die Südkoreaner vor acht Jahren in die Halbfinale führte.
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Die Underdogs
Nigeria
Wegen unerfahrenem Talent könnte man meinen, dass sie bessere Chancen als Südkorea hätten, aber diese Mannschaft hat sich knapp durch die Qualifikation getorkelt, hat niemand im Africa Cup of Nations beeindruckt und ihren Trainer Shaibu Amodu vier Monate vor Turnierbeginn gefeuert. Er hätte es voraussehen müssen, da er Nigeria viermal geführt hat und es niemals ins Finale geschafft hat. Er wurde vor dem 2002-Turnier gefeuert, da die Super Eagles eine erschreckend schlechte Leistung hinlegten, die sich vielleicht auch diesmal wiederholen liesse.
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Griechenland
Eins ist sicher: Griechenland wird eine bessere Leistung zeigen als in der Vergangenheit, wo sie bei der einzigen Turniererscheinung jeden Match verloren und kein einziges Tor schiessen konnten. Die Spielstiel wird wahrscheinlich demjenigen gleichen, die zum Euro 2004-Sieg verhalf und ihnen den Sieg über die Ukraine in den Entscheidungsspielen ermöglichte. Ihre Taktik ist einfach: Sich eng verschliessen und sich im gegebenen Moment einen Torschuss schnappen, wozu sie auch durchaus fähig sind. Das einzige Problem ist, dass Griechenland kein Plan B besitzt, falls die gegnerische Mannschaft das erste Tor schiesst.
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Sehenswerte Spieler
Lionel Messi (ARG / Barcelona)
Sie nennen ihn La Pulga (der Floh) wegen seiner Grösse. Sein Talent lässt sich nicht verbergen. Dennoch konnte er sich bei seiner jetzigen Mannschaft noch nicht richtig entfalten. Vielleicht ist dies seine Chance mit seiner Leistung zu brillieren.
Park Ji Sung (KOR/Manchester United)
Hart im Nehmen, schnell und kraftvoll, Park ist kein durchschnittlicher koreanischer Fussballspieler und besitzt entscheidende Erfahrung aus den Finalen der Champions League sowie Südkoreas Teilnahme an den WM-Halbfinalen unter Guus Hiddink.
Obafemi Martins (NGA/Wolfsburg)
Begabt aber launenhaft, es war sein Goal, dass Kenia in Nairobi besiegte und die Qualifikation für Nigeria sicherte. Er findet keinen regelmässigen Einsatz in seinem jetzigen Club, bleibt aber eine Ass im Ärmel, der ausserordentliches bewegen kann.
Dimitris Salpigidis (GRE/Panathinaikos)
Falls Griechenland tatsächlich gewinnen will müssen sie die wenigen Chancen, die sie bekommen, stark ausnutzen. Die Abgeklärtheit mit dem er den Pass von Georgios Samara abfing und damit das einzige Tor im Entscheidungsspiel gegen die Ukraine schoss, besitzt wirklichen Vorzeigecharakter.
Angel di Maria (ARG / Benfica)
Maradona erwartet, dass der 21-jährigen Mittelstürmer aus dem WM-Turnier als einer der Starspieler hervorgeht. Seine Leistung bei Benfica ist sehr beeindruckend und es würde niemanden überraschen, wenn er in der nächsten Saison bei einem grösseren europäischen Club unter Vertrag stehen wird.
Park Chu-Young (KOR / Monaco)
Vielleicht der intelligenteste Fussballspieler in Südafrika mit satten 150 IQ-Punkten. Park besitzt einen kleinen Körperbau und manchmal mangelt es ihm am nötigen Killerinstinkt, dennoch hat er während dieser Saison wiederholt fantastische Tore gegen die grössten Mannschaften im Le Championnat geschossen.