Eine Gruppe, die durch englischsprachige Mannschaften dominiert wird, die sich wohl den ersten Plätzen der Gruppe sicher fühlen. Es sollte durchaus einfach sein, aber Englands erstes Spiel ist wohl auch das schwierigste. Der Kampf um den zweiten Platz sieht durchaus interessanter aus. Falls die USA gegen die Engländer in Rustenburg verlieren und die Slovenien bei ihrem Erstspiel in Polokwane gegen Algerien siegen, werden die Amerikaner einen schwierigen Turnierbeginn erleben. Nachdem sie Russland in den Entscheidungsspielen eliminierten kann man Slovenien nicht unterschätzen.
The Favourites
England
Die Mannschaft sieht vorsichtiger aus als vor vier Jahren als die sogenannte “Goldene Generation” von einem weit entfernten WM-Sieg sprach. Sie werden sich wohl am besten der bisherigen Auswärtsleistung orientieren und somit die Halbfinalen erreichen wollen. Die Mannschaft hat ihre Schwächen, aber Spieler wie Wayne Rooney können den Verlauf eines Spiels wenden und ihr Trainer, Fabio Capello, strahlt nur so von Siegessicherheit und Kompetenz.
Analyse
USA
Nachdem sie beim Confederations Cup Finalisten wurden und auf dem Weg sich gegen Spanien behaupten konnten, gibt es keinen Grund dagegen, dass die USA ihr sechstes aufeinanderfolgendes WM-Final mit einer gewissen Siegessicherheit angehen können. Obwohl Bob Bradleys Mannschaft viele Talent besitzt und eine beeindruckende Qualifkation hinter sich hat, weist die Mannschaft einige Schwächen auf, wie z.B. ein durchschnittliches Mittelfeld. Das Unentschieden hat sie bestraft. Jede Mannschaft wird darauf warten Algerien drei Punkte wegzunehmen, aber die USA wird wohl zuletzt dran sein, was die Qualifikation der USA bis zum letzten Pfiff unsicher scheinen lässt.
Analyse
Die Underdogs
Slovenien
Auf dem Papier sehen sie nicht besonders bedrohlich aus. Ein Land mit einer Gesamtbevölkerung, die fünfmal kleiner ist als die Agglomeration Londons, hat Slovenien bisher nur in einer Weltmeisterschaft mitgespielt und dabei vor acht Jahren alle drei Spiele verloren. Dennoch hat Matjaz Keks Mannschaft einige grössere Hürden überwunden um sich den Weg nach Südafrika zu sichern. Sie konnten Polen und die Tschechische Republik durch ihre Qualifikation eliminieren und siegten beim Entscheidungsspiel in Moskow, wo sie sich einen Vorsprung der Gegner von 2-0 mit drei Torschüsse entgegenwirkten, was ihnen durch Auswärtstorschüsse den entscheidenden Durchbruch ermöglichte. Obwohl das Mitspielen bei der Weltmeisterschaft eine Leistung in sich darstellt, ruhen sie sich noch nicht auf ihren Lorbeeren aus.
Analyse
Algerien
Keine Mannschaft hat einen dermassen schwierigen Weg nach Südafrika hinter sich wie die Wüstenfuchse Algeriens. Unterstützt durch eine Reihe von ausgezeichneten Matches in Algiers konnte die Mannschaft von Rabah Saadane sich Ägypten, eine Grossmacht des afrikanischen Fussballs, gleichstellen, was zu einem Entscheidungsspiel führte. Die Algerien kamen dabei durch, aber sie werden wohl kaum die gleiche Leistung wie vor 1982 erbringen, wo sie sich gegen Westdeutschland behaupten konnten. Sie müssen bei ihrem Eröffnungsspiel gegen Slovenien möglichst viel rausholen während sich die zwei Favoriten in Rustenburg messen.
Analyse
Die Spielmacher
Wayne Rooney (ENG/Manchester United)
Im Alter von 24 Jahren entwickelte sich Rooney zum leistungsstarksten Stürmer Europas. Seine Energie und sein Enthusiasmus mögen unaufhaltsam sein, darum muss er sich vor einer Überanstrengung hüten.Im Alter von 24 Jahren entwickelte sich Rooney zum leistungsstarksten Stürmer Europas. Seine Energie und sein Enthusiasmus mögen unaufhaltsam sein, darum muss er sich vor einer Überanstrengung hüten.
Landon Donovan (USA/Los Angeles Galaxy)
David Beckham ist der wohl weitaus berühmteste Spieler der LA Galaxy-Mannschaft, aber Donovan ist durchaus leistungsstarker. Kein anderer Amerikaner hat mehr internationale Torschüsse oder Assists zu seinem Namen.
Milivaje Novakovic (SVN/Cologne)
Er schoss fünf Tore während der Qualifikation und trug mehr als jeden anderen dazu bei, dass seine anfangs fünftplazierte Mannschaft nach Südafrika gelangen konnte. Seine Bereitschaft die Erfolge zu feiern statt zur Bundeslige zurückzukehren haben ihm die Kapitänschaft Colognes gekostet.
Madjid Bougherra (ALG/Glasgow Rangers)
In Frankreich gehoren entschied er sich im Land, wo sein Grossvater geboren wurde, zu spielen, und wurde dadurch zum felsenhaften Ankerpunkt der Verteidigung seiner Mannschaft.
David Beckham (ENG/Los Angeles Galaxy)
Zweifellos ist Beckenham immer noch ein grosser Star. Nachdem er die Kapitänschaft Englands ablegte und eine hervorragende Leistung bei AC Milan hervorbrachte, konnte er beweisen, dass er immer noch Substanz hat.
Michael Bradley (USA/Borussia Monchengladbach)
Niemand will eine bessere Leistung ablegen als er, da die amerikanische Mannschaft von seinem Vater, Bob, geführt wird, was aber keinen Grund für seine Anwesenheit in Südafrika ist. Er zeigte hervorragende Leistungen in diversen Mannschaften, zuerst in Holland und dann in Deutschland.