Neben der Schweiz sprechen alle Mannschaften dieser Gruppe Spanisch. Die klaren Favoriten dieser Gruppe sind Euro-Sieger, also Spanien. Sie mussten noch nie gegen die anderen Gruppenmitglieder verlieren und gelten nach ihrem Euro 2008 Sieg als mögliche Finalisten. Trotz einer relativ einfachen Gruppe lauern versteckte Gefahren, u.a. in der Form von Chile, die mit ihrer bisher besten Mannschaft überhaupt antreten. Die Schweiz wird wohl unter der Führung vom altgedienten Trainer Ottmar Hitzfeld zu einer besseren Leistung als vor zwei Jahren während ihrer Euro-Gastgeberschaft fähig sein. Honduras füllt die Gruppe an vierter Stelle aus, aber sie sind zumindest besser als Neuseeland oder Nordkorea. Man kann erwarten, dass die zwei Favoriten durchgehen, aber es wird weder für Spanien noch für Chile ein leichtes Spiel sein.
Die Favoriten
Spanien
Das Zuhause von Real Madrid und Barcelona, vielleicht die grössten Clubs der Welt, konnte während den letzten 44 Jahren keinen internationalen Titel gewinnen. Aber nach der Euro 2008 könnte man meinen, dass sie ihre zwei europäische Titel mit einem WM-Titel durchaus schmücken könnten. Keine europäische Mannschaft besitzt eine derart gute Offensivkapazität, welche durch ihr Mittelfeld und ihre Verteidigung sehr gut abgerundet und unterstützt wird. Ihr Trainer, Vicente del Bosque, führte Real Madrid während ihrer grössten Erfolge der vergangenen Ära. Für ihn wäre alles andere als eine Halbfinalteilnahme eine bittere Enttäuschung.
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Chile
Wie Paraguay wird Chile als eine Art südamerikanische Teilnehmermannschaft geschätzt. Dennoch besitzen sie diesmal eine sehr offensive Mannschaft, die, wie bei Paraguay, durch einen argentinischen Trainer in Form von Marcelo Bielsa geführt wird. Er konnte Chile zu mehr Siege während der Qualifikation führen als Brasilien! Dies wird ihre erste WM-Teilnahme seit 1998 sein wo sie die 16er-Runde erreichten und dabei kein einziges Spiel wirklich gewinnen konnten. Sie wurden in Paris durch Brasilien regelrecht auseinandergenommen. Falls eine Wiederbegegnung erfolgt, werden die Selecao auf einen weitaus gefährlicheren Gegner treffen.
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Die Underdogs
Die Schweiz
Die Schweizer waren eine Institution der Weltmeisterschaften und erreichten in drei von vier Turniere zwischen 1934 und 1954 das Viertelfinale. Ab der Jahrhundertwende konnte man aber keinerlei grosse Begeisterung für deren Fussballspiel aufbringen. Sie wurden vor vier Jahren während dem Penaltyschiessen in der 16er-Runde eliminiert und dürften somit ausscheiden. Obwohl die Schweiz während ihrer EM-Gastgeberschaft die Gruppenspiele nicht überlebte, haben sie sich auch nicht beschämt. Unter dem wachsamen Auge von Hitzfeld, einer der grössten Club-Trainer, werden sie sich voll auf ihr Spiel gegen Chile in Port Elizabeth konzentrieren.
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Honduras
Sie mögen zahm aussehen, aber ihr Biss sorgt ab und zu für gröbere Überraschungen. Honduras konnten bisher nur einmal im Jahr 1982 an einer Weltmeisterschaft teilnehmen. Dazumal mussten sie gegen Spanien antreten und sie lieferten vor ihrem Abgang einen wirklich guten Kampf. Dies ist eine bessere Mannschaft als vor 28 Jahren mit einem starken Mittelfeld und einer soliden Verteidigung. Leider sind die Stürmer auch nicht mehr die jüngsten. Sie verloren während der Qualifikation im Heimspiel gegen den USA, konnten aber die entscheidenen Spiele gewinnen, wie z.B. ihr Heimspiel gegen Mexiko. Ihr kolumbianischer Trainer, Reinaldo Rueda, dürfte mit Honduras einen rauen Turnieranfang erleben, da sie gegen Spanien und Chile antreten werden müssen. Falls sie diese Spiele überstehen, könnte es bei ihrem letzten Spiel gegen die Schweiz in Bloemfontein sehr gefährlich werden.
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Die Spielmacher
Fernando Torres (ESP/Liverpool)
Sein Siegestor im Final der EM gegen Deutschland demonstrierte die Qualitäten, die ihn zu einem der weltbesten Stürmer überhaupt machen. Sein Wechsel von Atletico Madrid ermöglichte ihm den Zugang zur Champions League, aber er wird vielleicht nicht lange in Anfield zu sehen sein.
Matias Fernandez (CHI/Sporting Lisbon)
In Buenos Aires geboren und Chile aufgewachsen, wurde er zum südamerikanischen Fussballspieler des Jahres ernannt als er nach Villareal ging. Bei El Madrigal konnte er als offensiver Mittelfeldspieler nichts bewirken und ging deswegen nach Portugal.
Alexander Frei (SUI/Basel)
Es mag vielleicht ein Zufall sein, dass die Wiederbelebung des Schweizer Fussballs mit der Karriere dieses Mannes übereinstimmt, der für sie mehr internationale Tore geschossen hat als irgend ein anderer Spieler. Er ist weder gross noch besonders schnell, aber Frei, der zu seinem ersten Club, Basel, nach einer Zwischenzeit in der Bundesliga zurückgekehrt ist, besitzt einen instinktiven Positionssinn.
Wilson Palacios (HON/Tottenham)
Die eine Million Pfund, die Birmingham Olimpia bezahlte, um ihnen die sehr aggressiven Mittelfeldspieler abnehmen zu dürfen, scheint doch sehr günstig gewesen zu sein. Er folgte seinen Trainer, Steve Bruce, nach Wigan und wechselte dann für 16 Millionen Pfund zu Tottenham. Seine Leistung während des letzten Jahres wurde völlig von der Ermordung seines Bruders, Erwin, überschattet.
Xavi Hernandez (ESP/Barcelona)
Er wuchs in der Jungakademie Barcelonas auf und ist in allen Tradition von Camp Nou vertieft. Er durfte zum Nachfolger von Pep Guardiola, der jetzt sein Trainer ist, werden. Er ist weder gross noch besonders schnell, aber er besitzt eine instinktive Ballkontrolle, die ihm ermöglicht, dass er anderen Spieler im besten Moment den Ball zuspielen kann.
Humberto Suazo (CHI/Real Zaragoza)
Niemand konnte die zehn Tore von Suazo in der südamerikansichen Gruppe übertreffen. Aufgrund einer unproduktiven Haltung und einer Reihe von Verletzungen fand er erst recht spät den Zugang zum wirklich grossen Fussball. Im Alter von 22 Jahren schoss er ein Tor pro Spiel, spielte aber in der dritten Division in Chile. Ein Wechsel zu Monterrey in Mexiko war problematisch, also wechselte er im Januar zu La Liga.