Mit Didier Drogba, Kolo und Yaya Toure sowie Emmanuel Eboue wird die Elfenbeinküste sich auf der Weltbühne des Fussballs richtig behaupten können. Leider wird es aber nicht so einfach sein. Obwohl sie üppig Spielertalent besitzen fehlt ihnen ein starker Trainer sowie die nötige Spielerkoordination. Während den letzten zwei Africa Cups of Nations konnten sie Ghana und Angola überwältigen um dann während dem Halb- sowie Viertelfinal zu scheitern. Ihr Versagen beim diesjährigen Africa Cup of Nations führte zum Abgang ihres Trainers, Vahid Halihodzic, der die Qualifikation Südafrikas überwachte. Der Trainerjob wurde dann Guus Hiddink offeriert und dann zurückgewiesen, was die Elephants der Elfenbeinküste in Unsicherheit schweben lässt.
Der Weg nach Südafrika
Die Qualifikation wurde durch eine Tragödie vom März 2009 überschattet, wo eine Wand im Houphouet Boigny-Stadion in Abidijan während den Vorbereitungen für das Spiele gegen Malawi kollabierte. 22 Fans, welche die Rückkehr von Didier Drogba sehen wollten, wurden getötet und mehr als 130 Fans wurden verletzt. Im Rückkehrspiel war es der Ausgleichsschuss Drogbas, welcher der Elfenbeinküste die zweite aufeinanderfolgende WM-Teilnahme sicherte. In Sachen Fussball verlief die Qualifikation mehr oder weniger wie erwartet. Mit Ausnahme eines einzigen Spiels konnte die Elfenbeinküste all ihre Spiele gewinnen und musste in beiden Gruppen kein einziges Tor im Heimspiel einstecken. Halihodzic konnte seinen Triumph geniessen... und dann kam das Desaster vom African Cup of Nations.
Die Spielmacher
Kolo Toure (Manchester City) Kolo und sein Bruder Yaya Toure, die beide sonst im Mittelfeld Barcelonas für einen festen Ankerpunkt sorgen, sind ein zentraler Bestandteil der Erfolgsstrategie der Elfenbeinküste. Dennoch boten sie eine schwache Defensivleistung während dem Africa Cup of Nations und Kolo, der von Arsenal abgekauft wurde um City-Kapitän zu werden, wirkt unruhig und hat noch nie wirklich seinen Platz in der Mannschaft gefunden.
Salomon Kalou (Chelsea) Hätte er die Bürgerschaft in Holland während seiner Zeit bei Feyenoord bekommen, dann wäre er jetzt als Flügelstürmer in Holland tätig. Er wechselte für 9 Millionen Pfund zu Chelsea und konnte seinen Platz unter eine Reihe von renommierten Trainern behalten.
Emmanuel Eboue (Arsenal) Bei Arsenal wird er am meisten im Mittelfeld von Arsene Wengers Mannschaft gesehen, aber für sein Land spielt Eboue neben seinem ehemaligen Arsenal-Kollegen Kolo Toure in der Verteidigung. Eboue hatte immer ein wenig Mühe die Fans im Emirates Stadium für sich zu begeistern, konnte aber seinen Wert während den letzten Spielen mehr als beweisen.
Der Trainer
Sven-Goran Eriksson Zum einen ist er ein Eis-cool Fußball-Techniker ist, für andere ein Scharlatan, der komplette Arbeit für alle wird, die ihn bietet eine ausreichend große überprüfen. Was ist unbestritten, dass die Swede Karriere wurde eine unkoordinierte Zick-Zack, da er sich als Manager England vor vier Jahren trat. Es hat in kurzer Aufheiterung bei Manchester City, Mexiko getroffen und die meisten aller bizarr, Notts County in der unteren Stufe der englischen Fußballliga aber bot ihm eine Menge Geld, um Direktor des Fußballs geworden. Dies ist jedoch mehr als alles, was er seit 2006 geleistet hat, wird die Nagelprobe für seine Fähigkeit sein.
Geschichte
World Cup: Group stage 2006.
Africa Cup of Nations: Winners 1992. Finalists 2006.
Analyse
Die ständigen politischen Rangeleien sind eine frustrierende Schwäche des afrikanischen Fussballs. Hätte der Fussballverband der Elfenbeinküste die 3-2 Niederlage gegen Algerien im Africa Cup of Nations ignoriert, dann wären die viel wichtigeren Vorbereitungen für das WM-Turnier in Südafrika unberührt geblieben. Der plötzliche Abgang von Halihodzic hat die Mannschaft im entscheidendsten Moment destabilisiert. Eine Mannschaft, die sich bei einem Unentschieden 2-2 gegen Deutschland behaupten konnte, zeigte deutliche Schwäche und verlor 2-0 gegen Südkorea. Hätte man nicht derart grob interveniert, dann dürfte sich die Mannschaft als zweitbeste Mannschaft der Gruppe nach Brasilien sehen lassen. Aber ein neuer Trainer kann innert solch kurzer Zeit kaum Organisation in die Mannschaft hineinbringen. Dieser Trainer darf die Mannschaft in diesem geschwächten Zustand gegen Portugal im Erstspiel antreten sehen. Ohne Politik hätten sie vielleicht gegen Spanien in der 16er-Runde spielen können, was jetzt sehr unwahrscheinlich sein wird.
Urteil
Mannschaft: 3/5
Stark, ausgeglichen und beeindruckend. Keine Mannschaft, nicht einmal Brasilien, darf eine Begegnung mit ihnen gefahrlos auf die leichte Schulter nehmen.
Trainer: 3/5
Eriksson ist ein Mann, der die Menschen ganz und gar, aber er hat eine talentierte Mannschaft im Turnier verlor Bedingungen spaltet und er wird eine Menge Geld bezahlt. Was könnte er fragen?
Angriff: 3/5
Didier Drogba verpasste noch einmal die heiss ersehnte Siegermedaille der Champions League. Er ist top motiviert und zu Spitzenleistungen bereit.
Verteidigung: 3/5
Die Toure-Gebrüder und Eboue besitzen Beständigkeit und Talent, die kaum eine internationale noch afrikanische Mannschaft in der Verteidigung hat.